Warum sind uns offene Verluste so wichtig?

Im folgenden Beispiel wollen wir uns ansehen, warum es für Investoren so wichtig ist, die offenen Verluste zu überwachen. Dieser Händler hat den Maximalverlust mit seinen geschlossenen Positionen niemals überschritten. Sein letzter Handel hat sogar das gewünschte Gewinnziel erreicht. Wir könnten sagen, dass dieser Händler das Trendfolge-System verfolgt, in dem er auf Ausbrüche wartet. Diese Handelsstrategien haben einige Gemeinsamkeiten. Sie haben oft kleinere Verluste, aber die potenziellen Gewinne sind tatsächlich sehr hoch. Würden wir die offenen Verluste nicht nachverfolgen, könnten wir diese Herausforderung als bestanden ansehen, so dass der Händler normalerweise in die Verifizierungsphase übergeht.

Betrachtet man jedoch die offenen Verluste, so kann man eine interessante Entwicklung beobachten. Dieser Händler hatte tatsächlich 92,6% seines Kontos in den offenen Verlusten, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass die Marktbedingungen seine Verluste eines Tages wieder ausgleichen könnten. Oder auch nicht… Sein offener Gesamtverlust betrug -18.524,11 EUR bei einer 20.000 EUR Herausforderung. In einem Moment war das Eigenkapital des Händlers so niedrig wie 1.475,89 EUR, gegenüber den anfänglichen 20.000 EUR.

Wir erleben oft, dass sich Händler am Anfang beschweren und argumentieren, dass sich die Marktbedingungen irgendwann ändern werden, und weshalb ihre Herausforderung dann als verletzt markiert wird. Mit anderen Worten: Wenn ein Händler keine angemessene Kontrolle über sein Konto, sein Eigenkapital und die eingegangenen Risiken hat, hat er wahrscheinlich nicht genug Disziplin, um den Handel als ernsthaftes Geschäft zu betrachten. Wir hoffen, dass dieser kurze Artikel deutlich macht, dass kein seriöser Anleger jemals die Bilanzkurve beobachtet, die nur die geschlossenen Geschäfte, sondern das aktuelle Vermögen in einer speziellen Equity-Kurve anzeigt.

Aus den genannten Gründen akzeptieren Investoren auch keine MetaTrader-Aussagen, myFXbook-Statements oder andere externe Quellen, die den Verlauf der Equity-Kurve nicht belegen und die Zuverlässigkeit wird auch nicht immer gewährleistet.

Wir verstehen bei FTMO, dass die Marktbedingungen unterschiedlich sein können und deshalb bieten wir unseren Händlern einen großzügigen 10%igen Drawdown-Puffer und einen maximalen Tagesverlust von 5%. Diese Bedingungen stehen in einem Verhältnis von 1:1 (Verlust zu Gewinn), und dies ist wahrscheinlich das beste Finanzierungsumfeld, das es gibt. Unser Hauptziel ist es, dass unsere Händler erfolgreich sind und das ist auch der Grund, warum wir die oben genannten Risikoparameter eingeführt haben, mit denen unsere Händler weiterhin im Geschäft bleiben sollten.