In unserer AGB und im Vertrag für unsere Trader ist angegeben, dass durchgeführte Transaktionen in unseren Handelskonten im Rahmen unseres Projektes NICHT mit der Funktionalität des realen Marktes widersprechen dürfen. Im Falle, dass sie würden, würden individuelle Transaktionen oder sogar gesamte Handelskonten aufgehoben werden, wo im Falle eines fundierten Handelskontos diese Positionen keinen Anspruch auf eine Gewinnauszahlung haben und der Vertrag unterliegt der Gefahr von unserer Firma storniert zu werden.

De facto, wir schützen unsere Firma vor Ausübungen, welche risikofreie und konsistente Profite auf Demokonten erwirtschaften können. Wie wir alle wissen, risikofreie Gewinne auf regulärer Basis sind im echten Markt unmöglich zu realisieren. Eine Herausforderung, die auf diese Art und Weise abgeschlossen wurde, zeigt nichts über die Fähigkeit des Traders zu handeln, und noch wichtiger, das fundierte Konto wäre nicht in der Lage Profite zu schaffen sowohl für den Trader als auch für die Firma.

In diesem Artikel werden wir uns über solche Ausübungen befassen, welche nicht mit dem echten funktionierendem Markt übereinstimmen können. Zwar funktionieren diese auf einem Demokonto, dennoch die Umsetzung im Realkonten ist schwierig. Wir werden Strategien auflisten, denen wir bereits begegnet sind, dennoch sind wir uns sicher, dass kreative Trader neue Methoden finden Demokonten zu misbrauchen.

  1. Misbrauch von garantierten pending orders
    (zzgl. Takeprofit und Stoploss)

Einige Broker bieten ihren Kunden eine Garantie auf einen fixierten Preis auf pending orders. Nicht zu vergessen, Takeprofit und Stoploss fallen ebenfalls unter die Kategorie von pending orders. Sowas ist natürlich nur auf Demokonten möglich. Wir stellen uns folgende Situation vor:

Der DAX Index ist über Nacht nicht handelbar bei vielen Brokern, vorallem zwischen 10 Uhr abends und 8 Uhr morgens. Während dieser Zeit kann es passieren, dass sogenannte ´Nachtgaps´ entstehen. Wir gehen davon aus, dass der Trader um 21.58 eine long und eine short position gleichzeitig eröffnet. Er setzt jeweils seine Stoplosses auf 10 Punkte und seine Takeprofits auf 50 Punkte. Der Gap erscheint den nächsten morgen mit einem Maß von sagen wir mal 80 Punkten. Ein garantierter Limit Order schließt eine Position für -10 Punkte und schafft +50 Punkte mit dem anderen Order. Netto hat der Trader 40 Punkte erwirtschaftet. Da der DAX täglich auf regulärer Basis gappt, können Profite uneingeschränkt erzielt werden.

Oder in einem ähnlichen Fall: um 21.59, es wird ein Stoporder gesetzt um 10 Punkte über den momentanen Preis zu kaufen und ein Stoporder gesetzt um 10 Punkte unter dem Preis zu verkaufen. Falls der Tag mit einem Gap von 40 Punkten eröffnet wird ein von den beiden Orders erfüllt. Dies resultiert in einem risikofreien Profit von 30 Punkten. Also wieder eine Gewinn, der fast jeden Tag gemacht werden kann.

  1. Misbrauch der Platform oder Data Freezing

Es gibt Broker, die von Zeit zur Zeit ihr Datenstrom anhalten. Manchmal nur um wenige Sekunden. Das ist trotzdem noch genug um Daten anderer Broker zu nutzen, die Ihr Data Feed nicht anhalten. In diesem Zeitraum kann der Trader alle Kursschwankungen vorhersagen und konsistente Profite erwirtschaften. Leider funktioniert sowas nicht auf realen Konten.

  1. Misbrauch von verlangsamten data feed.

Es ist eine sehr ähnliche Ausübung, wie die vorherige, dennoch etwas sophistizierter. Die Sache ist, dass jeder Broker unterschiedliche Datafeedqualität besitzt. Eins kann ein bisschen langsamer sein als ein anderes, sogar nur eingie Millisekunden. Trotzdem existieren Programme, die diese Verspätungen detektieren können und diese zu Ihrem Vorteil nutzen. Vielen Brokern ist das schon bewusst und verteidigen sich gegen diesen Misbrauch in Ihrer AGB. Um es einfach zu halten, es gibt Programme, die nach solchen Arbitragen suchen und nicht dann dauert es nicht so lange um den Täter zu finden. Und genauso auch wir, wenn sowas passiert, verliert der Trader seine Goldmine.

  1. Misbrauch von verlangsamten Graphen

Einige Broker haben verlangsamte Graphen auf Ihren Demokonten. Dies betrifft oft Aktien oder wenig gehandelte Instrumente. Zum Beispiel, Admiral Markets hat eine Verspätung auf CFDs um 15 Minuten. Indem man bei einem anderen Broker nachschauen kann, was in 15 Minuten passiert, ist es nicht zu schwierig risikofrei Profite zu erzielen. In einem fundierten Konto funktioniert sowas nicht, da diese Ausübung unter realen Marktbedingungen keine Gewinne umsetzen kann.

  1. Handeln während wichtiger Makroökonomischer Berichte

Dieser Punkt scheint nicht dem realen Handeln zu widersprechen. Leider erzielen Demokonten bessere Quotationen und erhalten geringen bis zu keinen Slippage als auf einem live Konto. Desewegen ist diese Methode verboten in einem fundierten Konto. Während der Herausforderung und der Verifizierung betrifft das nur Trader die ausschließlich Nachrichten handeln, ansonsten muss man sich während der Evaluierungsphase keine Sorgen wegen Nachrichten machen.

Bisjetzt sind das alle Methoden denen wir begegnet sind, welche der Funktionalität des echten Markts widersprechen. Dennoch ist es nicht erlaubt, dass ein Trader neue Umwege oder unfäre Techniken führt. Es ist im Interesse des Traders so zu handeln wie auf einem Realkonto um Streit zwischen beiden Parteien zu vermeiden.