{"id":415190,"date":"2021-09-03T07:55:42","date_gmt":"2021-09-03T05:55:42","guid":{"rendered":"https:\/\/ftmo.com\/?p=415190"},"modified":"2023-09-29T15:25:10","modified_gmt":"2023-09-29T13:25:10","slug":"wie-beeinflusst-die-liquiditaet-die-volatilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ftmo.com\/de\/wie-beeinflusst-die-liquiditaet-die-volatilitaet\/","title":{"rendered":"Wie wirkt sich die Liquidit\u00e4t auf die\u00a0Marktvolatilit\u00e4t aus?"},"content":{"rendered":"
Bei einem t\u00e4glichen Volumen von \u00fcber 6,5 Billionen US-Dollar sollte die Liquidit\u00e4t am Forex vielleicht kein Problem sein. Doch selbst dieses enorme Volumen bedeutet nicht unbedingt, dass auf allen M\u00e4rkten unter allen Bedingungen ausreichend Nachfrage und Angebot vorhanden ist. Forex ist ein relativ weiter Begriff, daher kann es in einigen F\u00e4llen irref\u00fchrend sein, wenn man \u00fcber einen liquiden Markt spricht. Der durchschnittliche Tagesumsatz auf Forex betr\u00e4gt mehr als 6,5 Billionen US-Dollar (an den US-B\u00f6rsen sind es im Vergleich etwa 280 Milliarden US-Dollar), 2019 \u00fcberstieg das Gesamtvolumen der Trades die Summe von 24,000 Billionen US-Dollar.<\/p>\n Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Finanzmittel spielt sich jedoch auf den liquidesten W\u00e4hrungspaaren ab, den sogenannten Majors. Allein das Paar EURUSD repr\u00e4sentiert mehr als ein Viertel aller Trades in Bezug auf das Volumen, w\u00e4hrend sie zusammen mit den Paaren USDJPY (17%) und GBPUSD (10%) mehr als die H\u00e4lfte des auf dem Devisenmarkt gehandelten Volumens repr\u00e4sentieren. Von den einzelnen W\u00e4hrungen ist der US-Dollar eindeutig die beliebteste und erscheint in mehr als 85% aller Devisengesch\u00e4fte mit insgesamt 170 W\u00e4hrungen, die auf Forex gehandelt werden.<\/p>\n Hier muss klargestellt werden, dass \u00e4hnliche Daten wahrscheinlich nie korrekt sein werden, da Forex ein OTC-Markt ist und nicht von einer einzigen B\u00f6rse abgedeckt wird. Die Liquidit\u00e4t einzelner M\u00e4rkte kann nur durch die Datenanalyse aus dem Handel von Devisentermingesch\u00e4ften an Warenb\u00f6rsen abgesch\u00e4tzt werden, gleiches gilt f\u00fcr Volumina.<\/p>\n Was beeinflusst also die Liquidit\u00e4t an den M\u00e4rkten und warum bewegen sich manche M\u00e4rkte st\u00e4rker und andere langsamer? Wie bereits erw\u00e4hnt, finden die meisten Forex-Trades auf drei Hauptpaaren statt, andere sogenannte Majors sind AUDUSD-, USDCAD- oder USDCHF-Paare. Auf diesen M\u00e4rkten werden die gr\u00f6\u00dften Handelsvolumina gehandelt und die gr\u00f6\u00dfte Liquidit\u00e4t steht den gr\u00f6\u00dften Teil des Tages zur Verf\u00fcgung, d.h. die meisten Pending Order, die auf der Angebots- und Nachfrageseite ein Gegenst\u00fcck zu den H\u00e4ndlern bilden.<\/p>\n Auf M\u00e4rkten mit hoher Liquidit\u00e4t ist es wahrscheinlicher, dass ein Trade mit geringer oder keiner Slippage realisiert wird, weil es genug Teilnehmer am Markt gibt und auf jedem Preislevel gen\u00fcgend Trader vorhanden sind, um eine Gegenpartei im Handel zu bilden. Infolgedessen gibt es an diesen M\u00e4rkten sehr enge Spreads.<\/p>\n An M\u00e4rkten mit h\u00f6herer Liquidit\u00e4t gibt es nicht so oft wesentliche Bewegungen und somit zeichnen sich solche M\u00e4rkte durch eine geringere Volatilit\u00e4t aus. Wenn es gen\u00fcgend Pending Orders auf dem Markt gibt, wird das Interesse der H\u00e4ndler in der Regel realisiert und der Preis hat keinen Grund, sich schnell in die eine oder andere Richtung zu bewegen.<\/p>\n Gr\u00f6\u00dfere Bewegungen treten dann auf, wenn H\u00e4ndler auf bestimmten Preisebenen in eine Richtung aggressiver sind. Sie geben mehr Order ein und H\u00e4ndler in der entgegengesetzten Richtung sind nicht daran interessiert, gegen sie zu handeln, so entstehen Trends.<\/p>\n In weniger liquiden M\u00e4rkten verf\u00fcgt ein H\u00e4ndler einfach nicht \u00fcber eine ausreichende Anzahl von Gegenauftr\u00e4gen und der Trade muss nicht zum erforderlichen Preis ausgef\u00fchrt werden. Je gr\u00f6\u00dfer die Trades, die er er\u00f6ffnet, desto h\u00f6her ist das Slippage-Risiko, in diesen M\u00e4rkten muss auch mit h\u00f6heren Spreads gerechnet werden. In diesen M\u00e4rkten erfolgen signifikante Bewegungen viel schneller und sind viel volatiler.<\/p>\n
\n<\/em><\/p>\nLiquide vs. illiquide M\u00e4rkte<\/h2>\n
<\/a><\/p>\n